SCHON  0350BÄUME GEMELDET!

Bume in Schleswig-Holstein
just a test image

BAUM NR. 158

Forschergruppe Natur- u. Landschaftsführer Unterelbe


Stammumfang
6,64 m (gemessen)

Baumart
Stieleiche
Zustand des Baumes
zum Teil belaubt
Höhe des Baumes
38 m

Standort
freistehend
Baumstamm hohl
ja
Kronendurchmesser
34 m

Wuchsform
Einzelstamm
Baumhöhlen vorhanden
ja

BEOBACHTUNGEN

Weitere Bemerkungen
Ein alter Baum direkt an einer großen viel befahrenen Straße

Sonstige Bemerkungen
Tilly-Eiche • Bis ca. 1880 eher unbehandelter Baum • Kronendurchmesser ca. 34 m und Baumhöhe 38 m • erste starke Windbruchschäden um 1910, Reduzierungen des Kronen Volumens (auch durch Menschenhand) • ab ca. 1930 massive Verschlechterungen des Standortes (Straße Sielleitungen, Überbauungen u.a.) • ab 1940 erste Hinweise auf beginnende Vergreisungen, weitere Kronenrückschnitte um 1950 • zunehmende Hinweise auf Fäulnisse im unteren Stammbereich, Holzzerstörungen infolge des Befalls mit dem Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) und der Ochsenzunge (Fistuhna hepatica) • baumchirurgische Behandlungen um 1965 (entfernen der Fäulnisherde im unteren Stammbereich und Einbau von stabilisierenden Eisenstäben - heute nicht mehr üblich, derzeit jedoch Stand der Technik • 1988 baumstatische Überprüfung nach dem Inclino-/Elastoverfahren, positives Ergebnis für den Baum (stand- und bruchsicher) • 1990 standortsichernde und -verbessernde Maßnahmen (beschränkt möglich), • ab 1995 regelmäßige Kontrollen und leichte Kronenpflegearbeiten heute, nach wie vor: vitaler, stand- und bruchsicherer Baum, standort-, straßen- und ortsbildprägend, sehr hoher Erhaltungswert! Text: Ausstellung „Das Atmen der Stadt – Unser Lebensraum und die Bedeutung des Baumes“ Stadtmuseum Pinneberg 7. Mai – 29. Oktober 2011

GESCHICHTE DES BAUMES

Tilly-Eiche seit ca. 1250 1351 erste Erwähnung Pinnebergs in einer Urkunde 1470-74 Abriss der alten Burg und Neubau des Schlosses durch Graf Otto III. von Holstein-Schauenburg 1526 „Fleckengerechtigkeit“ regelt das Gewerberecht 1588 erste bildliche Darstellung des Schlosses auf der Karte von Daniel Freese 1618-1648 Dreißigjähriger Krieg 1627 die Truppen Wallensteins und Tillys ziehen von Bleckede gemeinsam Richtung Pinneberg. Während der Belagerung des Pinneberger Schlosses erleidet Tilly eine Schussverletzung am Bein. Es gibt Berichte die besagen, dass Tilly an den Eichen am Damm sein Zelt bei aufgeschlagen habe. 1640 fällt die Herrschaft Pinneberg an den Dänischen König Christian IV. 1656 Zerstörung des Schlosses durch die Schweden 1790 die Landreform führt zum Verkauf des ehemaligen Schlossgebietes an die Einwohner 1844 Bau der „Christian des VIII. Ostseebahn“ von Kiel nach Altona. Pinneberg bekommt einen Bahnhof. 1867 Schleswig-Holstein wird Preußische Provinz 1875 Pinneberg erhält den Titel „Stadt“ Um 1900 Pinneberg wird beliebter Ausflugsort Text: Ausstellung „Das Atmen der Stadt – Unser Lebensraum und die Bedeutung des Baumes“ Stadtmuseum Pinneberg 7. Mai – 29. Oktober 2011
BINGO! - Die Umwelt Lotterie Schleswig-Holsteinischer Heimatbund e.V. Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Landesamt fuer Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume - Schleswig-Holstein